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Lavendel-Weide

(Salix eleagnos)

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3 — 6 m indigen LC
Habitus
Synonyme: Salix incana, Salix riparia, Ufer-Weide, Filz-Weide, Grau-Weide. Zweihäusige Pflanze. Phanerophyt, coll-om. Die Laubblattspreite ist etwa 4-10x so lang wie breit, länglich bis linealisch. Der Laubblattrand ist umgerollt, ganzrandig, die Blattunterseite matt graufilzig (krause, verflochtene Haare). Die Blattoberseite ist ledrig (Lit). Weibliche und männliche Sträucher blühen gleichzeitig. Die Art kommt in allen österreichischen Bundesländern außer Burgenland vor. Im alpinen Naturraum ist sie ungefährdet, im nördlichen Alpenvorland beinahe gefährdet, in der Böhmischen Masse und im pannonischen Raum stark gefährdet und im südöstlichen Alpenvorland gefährdet (Lit). Weltweite Verbreitung und Gefährdung siehe Royal Botanic Gardens KEW.
 
Habitus
Die blühenden Sträucher mit männlichen Kätzchen sind Ende März nicht zu übersehen, während Sträucher mit weiblichen Kätzchen nicht so auffallen, sie zeigen lediglich ein frisches Grün. Auf dem Bild im Vordergrund ein männlicher Strauch, dahinter ein weiblicher.
 
männliche Kätzchen
Männliche Kätzchen: Zwei Staubfäden sind jeweils bis zur Mitte miteinander verwachsen. Zur Blüte sind noch keine Laubblätter ausgetrieben, nur kleine grasgrüne, unten ein wenig filzige Primärblätter sind zu sehen.
 
männliche Kätzchen
 
 
weibliche Kätzchen
Weibliches Kätzchen: Die Fruchtknoten sind unter den einfärbigen Deckblättern versteckt, an den Primärblättern ist die Behaarung erkennbar. Zwischen den Deckblättern ragen die Griffel mit den geteilten Narben hervor. Die Deckblätter decken während des Blühens den Fruchtknoten ab, nur die Narben und der Griffel sind zu sehen. Die Fruchtknoten sind kahl.
 
Borke
An der alten Borke kann man den Strauch, der entlang des Traunuferradweges häufig vorkommt, ebenfalls gut erkennen. Aufnahmen: 25.03.2022 Pucking
 
Fruchtknoten
Etwas später sind die kahlen Fruchtknoten schon gut zu sehen, die Deckblätter sind vertrocknet, aber noch am Fruchtstand bleibend. Hier kann man auch erkennen, dass die Fruchtknoten etwas gestielt sind. Aufnahme: 02.05.2009 Pucking
 
Habitus
Hier in einer sekundären Heißlände bei Pucking.
 
Blätter
Der Laubblattrand ist ganzrandig und leicht umgerollt (siehe auch Bild der Blattunterseite).
 
Blattoberseite
Die Blattoberseite ist ledrig, mit eingesenkten Nerven.
 
Blattrand eingerollt
Blattunterseite: Man erkennt gut den leicht eingerollten Blattrand und die krausen Haare, die einen weißen Filz bilden.
 
Blattunterseite
Aufnahmen: 23.07.2008 Traunau bei Pucking
 
Habitus
 
 
Borke
 
 
Knospen
Aufnahmen: 28.03.2009 Traunau bei Pucking. Hier treiben die Blütenknospen ende März erst aus (Primärblätter schon gut zu sehen), während 13 Jahre später zur selben Zeit die Lavendel-Weiden in Vollblüte stehen.
 
Habitat
Hier auf einer Schotterbank im Tal der Steyr
 
Habitat
Aufnahmen: 13.08.2011 Tal der Steyr bei Priethal

Wikipedia

Aus der Flora von Oberösterreich 1876

"401. S. incana Schrank. (S. riparia Willd. Uferweide.)
Strauch bis 10' Höhe erreichend, mit graulichem Blattwerke, alte Aeste graubraun, heurige Zweige biegsam, gelblich oder röthlichbraun oder violett, kahl oder grauflaumig. Blatter lineallanzettlich, zugespitzt, sehr schmal, bei 2 — 3" Länge nur 3 — 5''' breit, am Rande ganz oder schwachgezahnt und umgerollt, oberseits trübgrün, kahl, unterseits graufilzig. Nebenblätter lanzettlineal. Kätzchen fast sitzend, bogenförmig gekrümmt, an der Basis mit schuppenförmigen Deckblättern oder kleinen, unausgebildeten Blättern besetzt, meist vor den Blättern herausbrechend. Kätzchenschuppen bald einfärbig, gelb oder grünlich, bald 2färbig, an der Spitze braun oder schwärzlich, schwachgewimpert. Männliche Kätzchen lineal-walzlich, 8'''— 1,5" lang, dünn, nur 1 — 2''' breit, der fast kahlen Schuppen halber vor dem Aufblühen in keinen Pelz gehüllt, öfter einseitswendig, hellgelb; Staubfäden 2, getrennt, Staubkölbchen gelb. Weibliche Kätzchen zuletzt sehr kurz gestielt, blassgrün, zur Fruchtreife grösser, dunkler, sonst wie die männlichen gestaltet. Fruchtknoten eikegelförmig, kahl, gestielt; Stielchen 2mal länger als die Honigdrüse, Griffel verlängert, Narben 2theilig, fädlich, abstehend. Durch die schmalen, unterseits graufilzigen, am Rande umgerollten Blätter und die im Bogen gekrümmten, dünnen Kätzchen ausgezeichnet.
April — Mai


An Flüssen und Bächen, in Auen im Flachland und Gebirge meist vereinzelt, längs der Traun aber häufig. Um Linz zunächst am Wege zur Bankelmayr-Ueberfuhr in Auen, bei Plesching, Steyregg. Bei Kleinmünchen, in Welser und Lambacher Auen. Häufiger aber an Ufern der Alpenflüsse und Seen und der in dieselben mündenden Bäche, z. B. an der Steyer, Krems, Alm, Muethling, krummen Steyerling u. s. w., wo sie nebst S. purpurea und amygdalina die gemeinste Weide ist.
"

Aus: Duftschmid, J.: Die Flora von Oberösterreich, II. Band (Seite 341), Linz 1876, Verlag Ebenhöchsche Buchhandlung.
Zum Ortsverzeichnis einiger der bei Duftschmid angegebenen Standorte

 

 Letzte Bearbeitung 03.10.2026

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